HAMLET (JVA MANNHEIM)

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nach William Shakespeare

Dänemark ist ein Gefängnis – so empfindet es zumindest Hamlet. Einen Monat nach dem Tod seines Vaters hat seine Mutter schon wieder geheiratet, und zwar den Bruder ihres verstorbenen Mannes. Hamlet ist enttäuscht und angeekelt. Der Geist seines Vaters erscheint und behauptet, von seinem Bruder vergiftet worden zu sein. Er fordert von Hamlet, diese Ermordung zu rächen. Um seine Racheplanungen zu vertuschen, spielt Hamlet den Wahnsinnigen. Verlassen kann er sich auf niemanden mehr, die Freunde sind Spitzel des Stiefvaters und sollen Hamlet wegschaffen, seine Freundin Ophelia wird Teil der Verschwörung gegen ihn. Hamlet ist umzingelt. Hamlet – Fanatiker und Feigling, Mörder und Muttersöhnchen, Verächter und Philosoph. Hamlet gegen den Rest der Welt. Oder der Rest der Welt gegen Hamlet? Was passiert, wenn sich ein Einzelner nicht anpassen will? Was, wenn alle Maßnahmen, diesen Einzelnen in die Gesellschaft eingliedern zu wollen, scheitern? Wie weit ist die Gesellschaft verantwortlich für diesen Einzelnen, diesen störenden Fremdkörper? Die zweite Produktion der Mannheimer Bürgerbühne der Spielzeit 2013/2014 untersucht gemeinsam mit Gefangenen der JVA Mannheim Hamlet und sein Dilemma im Strudel familiärer Machtspiele, korrupter Politik und die Frage nach dem Sinn des Lebens.

Achtung: Hinweise für Besucher der Vorstellungen von Hamlet in der JVA Mannheim finden Sie hier.

Eine Inszenierung der Mannheimer Bügerbühne in Kooperation mit der Justizvollzugsanstalt Mannheim

Inszenierung: Krzysztof Minkowski
Bühne und Kostüme: Konrad Schaller
Licht: Björn Klaassen
Dramaturgie: Stefanie Bub
Schauspiel: Ensemble der JVA Mannheim

Premiere am 25 Juni am Nationaltheater Mannheim (JVA Mannheim)