Der Prozess, JVA Charlottenburg

Eine Inszenierung mit Gefangenen der JVA Charlottenburg des Regieteams Moras/Minkowski in Zusammenarbeit mit aufBruch

Start des Kartenverkaufs an der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz
am Montag, den 31. Oktober 2011

das Regieteam Moras/Minkowski arbeitet nach drei Theaterproduktionen mit Inhaftierten der JVA für Frauen Pankow in diesem Herbst zum ersten Mal in der JVA Charlottenburg. aufBruch KUNST GEFÄNGNIS STADT unterstützt das Projekt in den Bereichen Organisation und Öffentlichkeits-arbeit und möchte damit die Vielfalt künstlerischer Ansätze in der Berliner Gefängnistheaterkultur fördern.

Die Inszenierung DER PROZESS – frei nach der Romanvorlage Franz Kafkas – untersucht die Situation, die sich vor jemandem auftut, der angeklagt wurde. Die Biografien, die von den Gefangenen eingebracht werden, geben eine Projektionsfläche frei, auf der man die parabelförmige Geschichte Josefs für jeden der Mitspieler anders konkretisiert.

Was passiert, wenn man eines morgens verhaftet wird und anschließend zur Arbeit gehen darf? Das Leben läuft weiter, als ob nichts wäre; bis man feststellt, dass alles auf dem Kopf steht. Die Welt scheint sich verschworen zu haben und der Boden rutscht weg. Unabhängig von Schuld oder Unschuld ist die Biografie, die man sich gebaut hat, an diesem Punkt zu Ende.

Es spielen Burkhard Rönn, Cabrillo, Erlo Cerhak, Hussein Atwy, Steven Mädel, Ugur Türün, Vitaly Polyakov und Nikolai Plath

Konzept  und Regie Dirk Moras, Krzysztof Minkowski Ausstattung Konrad Schaller Regieassistenz Theresa Ausstattungsassistenz Kathi Dyck Produktion Sibylle Arndt (aufBruch) Pressearbeit Caro Forkel (aufBruch)

Premiere: Mittwoch, 23. November 2011
Vorstellungen:  24., 29. und 30. November sowie 6. und 7. Dezember 2011
jeweils um  18.00 Uhr (Einlass von 16.30 Uhr bis 17.30 Uhr)
Im Anschluss besteht die Möglichkeit zum Publikumsgespräch.

Spielort:
JVA Charlottenburg (Kultursaal)
Friedrich-Olbricht-Damm 17
13627 Berlin
S-Bahn Beusselstraße – Bus 123 Seestraße/Beusselstraße

Kartenverkauf  (ab Montag, 31. Oktober 2011):
Volksbühne  am Rosa-Luxemburg-Platz
Tel.:  030/ 240 65 777
täglich  12 – 18 Uhr
Tickets:  13 € / 8 € ermäßigt

Besonderheiten:
Aufgrund  des außergewöhnlichen Spielortes ist der Besuch dieser Veranstaltungen nur mit vorheriger persönlicher Anmeldung möglich.
Hierbei  müssen beim Kartenerwerb an der Kasse der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz die Personalien sämtlicher Besucher angegeben werden: Name, Vorname, Geburtsdatum und Meldeadresse. Die Karten sind somit personengebunden.
Der Einlass ins Gefängnis am Tag der Vorstellung erfolgt nur nach Vorlage eines gültigen Personalausweises oder Reisepasses. Wertgegenstände wie Handys, Schlüssel, Geld, Kreditkarten usw. sowie Nahrungsmittel dürfen nicht mit in die Anstalt eingebracht werden. Hierfür stehen am Torbereich Schließfächer zur Verfügung. Aufgrund geringer Schließfachgrößen bitte kein Großgepäck mitführen.
Der Einlass zu den Vorstellungen beginnt jeweils um 16.30 Uhr. Letzter Einlass ins Gefängnis ist um 17.30 Uhr. Kein Nacheinlass!
Jugendliche  unter 18 Jahren dürfen die Veranstaltung nur nach Vorlage einer schriftlichen Erlaubnis eines Erziehungsberechtigten besuchen, Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 16 Jahren nur in Begleitung eines Erziehungsberechtigten.

Weitere Informationen finden Sie auf unserer website www.gefaengnistheater.de <http://www.gefaengnistheater.de/> und bei facebook unter aufBruch KUNST GEFÄNGNIS STADT.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch in der JVA Charlottenburg!
Gefördert  durch JVA Charlottenburg, Verein der Freunde und Förderer von Gefängnistheater in Berlin e.V., Aktion Mensch / die Gesellschafter, Kunst & Knast e.V. Unterstützt durch JSA Berlin, Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, zitty

aufBruch KUNST GEFÄNGNIS STADT
Pappelallee 7 – 10437 Berlin
tel 030 4404 9700
fax 030  441 7639

www.gefaengnistheater.de <http://www.gefaengnistheater.de>

 

Sommernachtstraum, Hamburg

 

Ein Somernachtstraum (Pornoversion) zu Gast beim Kaltstart Festival 2011

Dienstag 21.06. | Mittwoch 22.06. | 22:00 | Haus III&70 |

sommernachtstraum

Nach vielen misslungenen, todlangweiligen und pseudoerotischen Stadttheater-Sommernachtstraum-Inszenierungen hat sich die  weltbekannte Theatercompany: INERNATIONAL CHICKEN FACTORY unter der Leitung des mehrfach ausgezeichneten polnischen Theater-, Opern- und Tanzregisseurs Krzysztof Minkowski und seinem Zwillingsbruder und Bühnenbildner Konrad Schaller  nun entschieden, dieser Harmlosigkeit ein Ende zu setzen. Schon der berühmte polnische Shakespeare-Forscher Jan Kott propagierte in seiner Monographie “Die Elfen und Stalinismus”: “Sommernachtstraum ist ein purer Porno, ein Porno, welchen wir nicht ganz gewöhnlich in einer amerikanischen Botschaft ausleihen können, es steckt in uns, seit Beginn der Menschheit, diese grausame Sehnsucht, jemanden mit dem eigenem Schwanz zu erwürgen.“ INTERNATIONAL CHICKEN FACTORY präsentiert zum ersten Mal in Deutschland, einen hochbrutalen, überraschenden und pervers-witzigen Pornotheaterabend, den man nie vergessen wird.

VIDEO

 

 

 

Invasion!, Luzern

 

InvasionPresseFotosFilm

Wiederaufnahme in der Spielzeit 2011/212 am Luzerner Theater!

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Jonas Hassen Khemiri setzt sich in «Invasion!» auf spielerische und vielschichtige Weise mit dem Thema der kulturellen und sprachlichen Identität, dem Bild vom Fremden und Anderen und der Kraft von modernen Mythen auseinander. Er nutzt unterschiedlichste Stilformen und Bühnensituationen, um ein Kaleidoskop entstehen zu lassen, das den differenzierten Blickwinkeln auf die facettenreichen Themen Migrationspolitik und Terrorangst entspricht.

Ein Name steht am Anfang und im Zentrum des Stückes: Abulkasem. Während eine Gruppe von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern von der Bedrohlichkeit des Abulkasem überzeugt ist und ihn durch ihre Beschreibung und Beobachtung einzukreisen versucht, wandert der Name fast zufällig durch verschiedene Milieus und Lebensgeschichten. Immer dient er der Selbstbehauptung, wandelt sich durch denjenigen, der ihn gerade im Munde führt und verwandelt umgekehrt seinen Sprecher. Am Ende hat der Name im wahrsten Sinne des Wortes die Runde gemacht, er dient einem illegalen Einwanderer als Identität und gelangt auf anrührende und überraschende Weise zurück zu seinem Autor.

Jonas Hassen Khemiri, geboren 1978 in Stockholm, wurde bereits mehrfach ausgezeichnet. Für sein Romandebüt «Das Kamel ohne Höcker» erhielt er den renommierten Borås-Tidnings-Debütpreis und den Preis für das erfolgreichste schwedische Taschenbuch des Jahres. 2006 wurde er mit dem Per-Olov-Enquist-Preis geehrt. Sein Stück «Invasion!» ist sein Debüt als Dramatiker; es wurde bereits vor ausverkauften Häusern auf internationalen Festivals präsentiert und wird nun erstmals in der Schweiz aufgeführt. Khemiri nahm 2007 an der International Residency des Royal Court Theatres in London teil und lebt derzeit in Berlin.

Regie: Krzysztof Minkowski
Bühne: Konrad Schaller
Kostüme: Birgit Künzler
Dramaturgie: Ulf Frötzschner
Schauspiel: Daniela Britt, Hans-Caspar Gattiker, Hajo Tuschy, Nicolas Batthyany

Premiere: Mi. 18. MAI 2011 im UG – Schweizer Erstaufführung

Luzerner Theater, Theaterstrasse 2, 6003 Luzern | Kartentelefon: +41 41 228 14 14

Trailer:

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Pressestimmen:

  • »Ein Theatererlebnis, das eine breite Palette von Empfindungen und Eindrücken bedient, beginnt. Mal ist man peinlich berührt, oder gar etwas genervt, wie als zwei Migranten wahllos Leute aus dem Publikum ansprechen, anmachen oder beleidigen. […] Die Veranstaltung war ausverkauft. Dies prophezeihe ich auch für die restlichen. […] ‹Invasion› ist ein dramatisches Euphorikum, das man sich reinhauen sollte!» www.kulturteil.ch, 20.5.2011« (PABLO HALLER | 20.05.2011 | www.kulturteil.ch)
  • »Das Luzerner Theater wartet mit einem neuen, grossartigen Stück zur Integrationsdebatte auf. ‹Invasion› ist ein genialer Theaterabend.[…] Knapp 90 Minuten beste Unterhaltung, Spannung, Sprachwitz aber auch Tiefgang, Verzweiflung und Empörung machen ‹Invasion› zu einem der gegenwärtig knackigsten Theaterabende zwischen Bellinzona und Basel. […] Die Erzählstränge verlaufen raffiniert, werden übereinander gelegt, ineinander verflochten und prallen doch immer wieder aufeinander. Intensiv! Hervorragende Schauspieler bieten ein hervorragendes Stück. Insbesondere Daniela Britt könnte man gut und gerne noch zwei weitere Stunden zusehen und zuhören. Aber auch die drei ‹Jungs› Nicolas Batthyany, Hans-Caspar Gattiker und Hajo Tuschy treiben ‹Invasion› mit ihrer Schauspielkunst gekonnt voran. […] Theater in seiner Bestform!« (ART-TV, 20.05.2011)
  • »Darsteller rauschen rasant durch lose verwobene Szenen. Leitmotiv und Leerstelle ist ein arabischer Name: Abulkasem.[…] Und wenn dann der bravouröse Hajo Tuschy als Prolet im pinkfarbenen Pornohemd eine ‘Söder-Frau’ anbaggert, eine Studentin aus dem trendigen Stadtteil Södermalm, dann ist das ‘Koma Abulkasem’. (Basler Zeitung, 20.5.2011)
  • »Sein Stück «Invasion!» handelt von entgleitenden Identitäten, von der Konfrontation des Fremden mit dem Eigenen, konfrontiert mit Klischees und Vorurteilen. Es zeigt die alltägliche Geburt von Paranoia und die Arroganz der Selbstbehauptung.[…] Der polnische Regisseur Krzysztof Minkowski (30) hat das Stück auf der Bühne von Konrad Schaller und in den Kostümen von Birgit Künzler als fulminant witziges Spiel mit falschem Sein und wahrem Schein inszeniert. […] Die vier Schauspieler, allen voran die hinreissende Daniela Britt, glänzen in wechselnden Rollen und verblüffen mit bodenlos witzigen Spiegelfechtereien zwischen Täuschung und Entdeckung. Sie zielen aufs Publikum und werfen mit Schimpfwörtern um sich, dass es keine Art hat: Dieser bedrängende Spass ist ein böser Kampf, die Moral des Lehrstücks ist das Erschrecken.« (Neue Luzerner Zeitung, 20.5.2011)
  • »Die Gratwanderung zwischen Satire und Drama gelingt, nicht zuletzt dank der hervorragenden Leistung der Schauspieler des Luzerner Theaters. Nur zu viert teilen sie sich die verschiedenen Rollen, hüpfen leicht und überzeugend von der einen zur anderen Figur. Die Inszenierung des Gastregisseurs Krzysztof Minkowski ist bescheiden gehalten und gerade deswegen stark. Sie lässt dem Stück und den Schauspielern allen Platz, sich zu entfalten.« (DRS 1, Regionaljournal Zentralschweiz, 19.5.2011)
  • »Europa und den Off-Broadway hat Jonas Hassen Khemiris «Invasion!» schon erobert, nun ist das Stück am Mittwoch im Theater Luzern zur Schweizer Erstaufführung gelangt: eine raffiniert-witzige Farce über Terror-Paranoia und die Gruppendynamik unter jungen Immigranten.[…] Nach dieser munteren, hochkomischen Szene, schliesst ein trauriger Monolog über Mustafas weiteres Schicksal den Abend ab. Allein schon mit dieser Überführung der Stimmung von übermütig in nachdenklich beweist der schwedisch-tunesische Autor sein gutes Gespür für dramatischen Rhythmus.« (SDA, 19.5.2011)
  • »Dramatiker Jonas Hassen Khemiri aus Stockholm ist Sohn einer schwedischen Mutter und eines tunesischen Vaters. In seinem Stück «Invasion!» mixt er virtuos die Erfahrungen eines Jugendlichen mit Migrationshintergrund mit den gängigen Klischees die über den Islam, Kopftücher, Parabolantennen und terroristische Einheiten kursieren. Dabei nimmt Khemiri nicht nur sich selbst und die Absichten integrationswilliger Gesellschaften auf die Schippe, sondern auch das Theater selbst. […] «Invasion!» ist ein scharfsinniger, abgründiger Text. In den Dialogen knallig und plakativ entwickelt Khemiris Sprache fast eine lyrische Wucht. Davor scheint man am Luzerner Theater fast gut gelaunt zu kapitulieren. Krzysztof Minkowskis Inszenierung bietet viel Schabernack und Secondo-Slang à Diskretion.« (DRS 2, aktuell, 19.5.2011)