Ilias, Hamburg

 

Ilias | Laien | Team | Kooperationen | Fotos | Trailer | Presse | Kontakt

Foto: Christian Haase-Wolff

Gastspiel:

14. Juli 2010

auf dem  Kaltstart-Festival in Hamburg

Download: Infomaterial zum Ilias-Projekt als pdf

Als die Kriege im zerfallenden Jugoslawien Europa erschütterten, flohen viele Menschen aus ihrer Heimat, einige leben heute in Berlin. Mit fünf Laiendarstellerinnen aus Bosnien und Herzegowina und zwei Schauspielern untersucht die Inszenierung die Anatomie des Krieges.

Die Ilias erzählt vom Krieg als einer Abfolge von privaten Einzelentscheidungen mit globalem Ausmaß. Der Krieg ist im zehnten Jahr und ein Ende nicht abzusehen. Alle wollen nach Hause – die Flüchtlinge in ihre zerstörten und geplünderten Städte rund um Troja, die Griechen und ihre Verbündeten zu ihren Familien. Doch viele werden ihre Heimat verlieren, ihre Angehörigen oder ihr eigenes Leben.

Das Lager vor Troja wird zum Flüchtlingscamp der 90er Jahre, das Provisorium ist für seine Bewohner längst Normalität geworden, die Ausnahmesituation zum Alltag. Hier werden Strategien gesponnen, Intrigen ausgeheckt, gefeiert und getrauert.

Erzählt werden keine Kriegsbiographien, sondern der Anschein des Alltags vor dem Hintergrund des andauernden Krieges. Alles ist wie immer, nur überdrehter, extremer, existenzieller: Freude, Trauer, Wut, Liebe, Schmerz. Die Laiendarstellerinnen haben Krieg und Flucht erlebt. Ihre Erfahrungen geben der Ilias eine konkrete Perspektive, während der antike Text Strukturen offen legt, die auch auf dem Balkan ihre Gültigkeit besaßen.

Konzept & Regie: KRZYSZTOF MINKOWSKI, DIRK MORAS
Bühne & Kostüm: KONRAD SCHALLER | Bühnenbildassistenz: ALEKSANDRA PAVLOVIĆ
Produktion: PARALLELWERK | Presse: KATJA KETTNER
Es spielen: BEGZADA ALATOVIĆ, RAZA ALIĆ, SENA ČALUKOVIĆ, VASVIJA GRBO, JONAS LITTAUER, SEKA MUJKIĆ, NIKOLAI PLATH

Eine Veranstaltung von neuropolis – culture at work e.V.
In Kooperation mit südost Europa Kultur e.V. und dem Theaterhaus Berlin Berlin

Das Projekt wird gefördert von:
dieGesellschafter / Aktion Mensch, Kulturamt Neukölln und Senatskanzlei für kulturelle Angelegenheiten Berlin.

ilias_foederer

Medienpartner:

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Ilias, Berlin

Die Kriege im zerfallenden Jugoslawien haben Europa erschüttert, denn nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges hatte niemand einen weiteren Krieg auf europäischem Boden für möglich gehalten – und auch nicht die damit einher gehenden verheerenden Folgen für Menschen und Region. Heute stehen die Kriegsverbrecher vor Gericht und die neu entstandenen Staaten bemühen sich um Aufnahme in die Europäische Union.

Viele Menschen flohen damals aus ihrer Heimat, einige leben heute in Berlin. Mit Laiendarstellern dieser im Gesamtbild Berlins wenig beachteten und in sich zersplitterte Bevölkerungsgruppe, übergreifend aus allen Nationen und Religionen, und professionellen Schauspielern wird eine Inszenierung von Homers Ilias entstehen, die der basalen Anatomie des Krieges nachspürt.

Die Ilias ist der erste schriftlich fixierte Stoff der europäischen Literatur und gesamteuropäisches Kulturgut. Sie erzählt vom Krieg als einer Abfolge von Einzelentscheidungen mit globalem Ausmaß. Sie erzählt von Paris, der mit einer privaten Begehrlichkeit diesen Krieg auslöst. Sie erzählt von den griechischen Fürsten, die aus freundschaftlicher Verpflichtung in diesen Krieg ziehen, der sie nichts angeht. Sie erzählt von Agamemnon, der ebenfalls aus privater Gier seinen wichtigsten Mann düpiert. Sie erzählt von Achill, der aufgrund dieser Kränkung dem Schlachtfeld fern bleibt, was tausenden Griechen das Leben kostet. Sie erzählt von Hektor, der Tag für Tag in den Kampf zieht, um seine Familie zu schützen. Sie erzählt von Göttern, die sich aufgrund persönlicher Vorlieben für die eine oder andere Seite in die Schlacht werfen. Sie erzählt von persönlichen Interessen und Entscheidungen und von dem Leid, die diese nach sich ziehen – für alle Beteiligten. Das ist der Ausgangspunkt der Inszenierung: die ganz private Motivation, die einen Menschen dazu bringt, zur Waffe zu greifen. Einen Machthaber, einen Krieg auszurufen. Eine Privatperson, auf eigene Faust seinen Nachbarn umzubringen.

Premiere am 25. Februar 2010 im Heimathafen Neukölln.

Ein Projekt in Kooperation mit Südost Europa Kultur e.V. und  neuropolis – culture at work e.V. 
Gefördert von den Gesellschaftern / Aktion Mensch und dem Kulturamt Neukölln.

Dramaturgie: DIRK MORAS
Bühne: KONRAD SCHALLER
Produktionsleitung: parallelwerk

 


Ilias | Laien | Team | Kooperationen | Fotos | Trailer | Presse | Kontakt

Foto: Christian Haase-Wolff

Preview:

04. März 2010, 20h

beim 100°-Festival im HAU 3.

Download: Infomaterial zum Ilias-Projekt als pdf

Premiere:

27. März 2010, 20.30h

im HEIMATHAFEN NEUKÖLLN.

Weitere Spieltermine:
28. März und 1.+2.+3. April 2010, jeweils 20.30h

Als die Kriege im zerfallenden Jugoslawien Europa erschütterten, flohen viele Menschen aus ihrer Heimat, einige leben heute in Berlin. Mit fünf Laiendarstellerinnen aus Bosnien und Herzegowina und zwei Schauspielern untersucht die Inszenierung die Anatomie des Krieges.

Die Ilias erzählt vom Krieg als einer Abfolge von privaten Einzelentscheidungen mit globalem Ausmaß. Der Krieg ist im zehnten Jahr und ein Ende nicht abzusehen. Alle wollen nach Hause – die Flüchtlinge in ihre zerstörten und geplünderten Städte rund um Troja, die Griechen und ihre Verbündeten zu ihren Familien. Doch viele werden ihre Heimat verlieren, ihre Angehörigen oder ihr eigenes Leben.

Das Lager vor Troja wird zum Flüchtlingscamp der 90er Jahre, das Provisorium ist für seine Bewohner längst Normalität geworden, die Ausnahmesituation zum Alltag. Hier werden Strategien gesponnen, Intrigen ausgeheckt, gefeiert und getrauert.

Die Laiendarstellerinnen haben Krieg und Flucht erlebt. Ihre Erfahrungen geben der Ilias eine konkrete Perspektive, während der antike Text Strukturen offen legt, die auch auf dem Balkan Gültigkeit besaßen.

Konzept & Regie: KRZYSZTOF MINKOWSKI, DIRK MORAS
Bühne & Kostüm: KONRAD SCHALLER | Bühnenbildassistenz: ALEKSANDRA PAVLOVIĆ
Produktion: PARALLELWERK | Presse: KATJA KETTNER
Es spielen: BEGZADA ALATOVIĆ, RAZA ALIĆ, SENA ČALUKOVIĆ, VASVIJA GRBO, JONAS LITTAUER, SEKA MUJKIĆ, NIKOLAI PLATH

Eine Veranstaltung von neuropolis – culture at work e.V.
In Kooperation mit südost Europa Kultur e.V. und dem Theaterhaus Berlin Berlin

Das Projekt wird gefördert von:
dieGesellschafter / Aktion Mensch, Kulturamt Neukölln und Senatskanzlei für kulturelle Angelegenheiten Berlin.

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1001 deutsche Nacht, Dessau

Eine musikalische Odyssee durch ein Land, eine Zeit, eine Stadt


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Anhaltisches Theater Dessau

Gute Menschen sind sie, denn sie singen, Barbaren sind sie und singen, sie glauben, lieben, singen, sind verdorben bis ins Mark und singen, sind Heuchler, Lügner, schöne Seelen, sind Herren, Knechte, alle singen, sind Denker, Kämpfer, singend, leben, sterben, träumen singend, und ziehen sie ihre Bahnen, beglücken sie die Welt und singen, zerstören sie und singen, oh diese Deutschen, sie singen …

Die Deutschen sind ein eigenartiges Volk. Ob Krieg, ob Frieden, ob Revolution, ob Diktatur des Geldes, ob Diktatur des Proletariats, ob er marschiert der Deutsche, schlendert, rennt, er singt und nimmt ihn sehr ernst, seinen Gesang. Ob aus voller Kehle, ob sehr leise, singend begehrt der Deutsche mehr als er braucht, singend vermisst er, ohne dass ihm etwas fehlt, und er trällert, dass er will, auch wenn er nicht kann. In seinen Liedern ist er, so scheint es, voll und ganz bei sich, alles Hoffen und Wollen erfüllt sich im Gesang viel besser als im Leben. Will man die Deutschen kennen lernen, schlage man ein Liederbuch auf oder gehe in die Oper! Wie viele Revolutionen haben die Deutschen besungen, wie viele vollbracht? Wie viele deutsche Euphorien und Untergänge seit 1871 werden von den schönsten Weisen begleitet. Ob vertontes Gedicht, Volkslied, Gassenhauer, Schlager, in ihren Liedern trifft deutsche Seele auf große Geschichte. Beide scheinen im Gesang auf magische Weise verknüpft, oder kann man heute die „Lilly Marlen“ hören, ohne an eine der finstersten „deutschen Nächte“ zu denken?

Im sechzigsten Jahr der Bundesrepublik scheint es angebracht, die schönen und berüchtigten Gesänge auf sehr lustvolle Weise neu zu Gehör zu bringen. Dafür begibt sich eine singende, musizierende und spielende „Combo“ auf eine Odyssee durch die Geschichte Deutschlands und hinein in klingende Geschichten aus Dessau. Die „Gesänge aus Tausend und Einer deutschen Nacht“ werden dabei nicht allein im „Alten Theater“ zu erleben sein, sondern auch an so überraschenden, wie höchst ungewöhnlichen Orten der Stadt und der Umgebung.

Inszenierung: Krzystof Minkowski
Musikalische Leitung: Benjamin Schultz
Ausstattung: Konrad Schaller
Dramturgie: Holger Kuhla
Mit: Susanne Hessel, Lisa Kudoke, Mario Janisch, Jan Kersjes, Matthieu Svetchine

Premiere I – Unter freien Himmeln – 2. Oktober 2009

Das Ensemble „Gesänge aus Tausend und Einer deutschen Nacht“ startet seine musikalische Odysee in einem Bus! Mit der Premiere I werden unter Dessaus „freien Himmeln“ bekannte, wie außergewöhnliche Orte der Stadt angesteuert und gesungen, was die deutsche Seele hergibt. Live, zum Mitsingen und auch bei schlechtem Wetter!

Orte: 12:00 Uhr Anhaltisches Theater Dessau – Dach des Funkcontainers 13:30 Uhr Rosslau – Anhaltiner Platz 15:00 Uhr Hauptbahnhof – Bahnsteigbereich 16:15 Uhr Bauhaus 17:15 Uhr Museumskreuzung 18:15 Uhr Zerbster Straße – Brunnen 19:00 Uhr Altes Theater – Vorplatz

Premiere II – Foyer Altes Theater – 8. Oktober 2009

Willkommen in der Anstalt! Der Bus ist angekommen und die illustren Fahrgäste erwarten jetzt ihr Publikum im Foyer des Alten Theaters, um einen Tag aus ihrem Leben im „Tollhaus Deutschland“ zu leben und zu besingen.

Ort: 19:30 Uhr Altes Theater – Foyer[/lang_de]Gesänge Presse FotosFilm

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Eine musikalische Odyssee durch ein Land, eine Zeit, eine Stadt

Anhaltisches Theater Dessau

Gute Menschen sind sie, denn sie singen, Barbaren sind sie und singen, sie glauben, lieben, singen, sind verdorben bis ins Mark und singen, sind Heuchler, Lügner, schöne Seelen, sind Herren, Knechte, alle singen, sind Denker, Kämpfer, singend, leben, sterben, träumen singend, und ziehen sie ihre Bahnen, beglücken sie die Welt und singen, zerstören sie und singen, oh diese Deutschen, sie singen …

Die Deutschen sind ein eigenartiges Volk. Ob Krieg, ob Frieden, ob Revolution, ob Diktatur des Geldes, ob Diktatur des Proletariats, ob er marschiert der Deutsche, schlendert, rennt, er singt und nimmt ihn sehr ernst, seinen Gesang. Ob aus voller Kehle, ob sehr leise, singend begehrt der Deutsche mehr als er braucht, singend vermisst er, ohne dass ihm etwas fehlt, und er trällert, dass er will, auch wenn er nicht kann. In seinen Liedern ist er, so scheint es, voll und ganz bei sich, alles Hoffen und Wollen erfüllt sich im Gesang viel besser als im Leben. Will man die Deutschen kennen lernen, schlage man ein Liederbuch auf oder gehe in die Oper! Wie viele Revolutionen haben die Deutschen besungen, wie viele vollbracht? Wie viele deutsche Euphorien und Untergänge seit 1871 werden von den schönsten Weisen begleitet. Ob vertontes Gedicht, Volkslied, Gassenhauer, Schlager, in ihren Liedern trifft deutsche Seele auf große Geschichte. Beide scheinen im Gesang auf magische Weise verknüpft, oder kann man heute die „Lilly Marlen“ hören, ohne an eine der finstersten „deutschen Nächte“ zu denken?

Im sechzigsten Jahr der Bundesrepublik scheint es angebracht, die schönen und berüchtigten Gesänge auf sehr lustvolle Weise neu zu Gehör zu bringen. Dafür begibt sich eine singende, musizierende und spielende „Combo“ auf eine Odyssee durch die Geschichte Deutschlands und hinein in klingende Geschichten aus Dessau. Die „Gesänge aus Tausend und Einer deutschen Nacht“ werden dabei nicht allein im „Alten Theater“ zu erleben sein, sondern auch an so überraschenden, wie höchst ungewöhnlichen Orten der Stadt und der Umgebung.

Inszenierung: Krzystof Minkowski
Musikalische Leitung: Benjamin Schultz
Ausstattung: Konrad Schaller
Dramturgie: Holger Kuhla
Mit: Susanne Hessel, Lisa Kudoke, Mario Janisch, Jan Kersjes, Matthieu Svetchine

Premiere I – Unter freien Himmeln – 2. Oktober 2009

Das Ensemble „Gesänge aus Tausend und Einer deutschen Nacht“ startet seine musikalische Odysee in einem Bus! Mit der Premiere I werden unter Dessaus „freien Himmeln“ bekannte, wie außergewöhnliche Orte der Stadt angesteuert und gesungen, was die deutsche Seele hergibt. Live, zum Mitsingen und auch bei schlechtem Wetter!

Orte: 12:00 Uhr Anhaltisches Theater Dessau – Dach des Funkcontainers 13:30 Uhr Rosslau – Anhaltiner Platz 15:00 Uhr Hauptbahnhof – Bahnsteigbereich 16:15 Uhr Bauhaus 17:15 Uhr Museumskreuzung 18:15 Uhr Zerbster Straße – Brunnen 19:00 Uhr Altes Theater – Vorplatz

Premiere II – Foyer Altes Theater – 8. Oktober 2009

Willkommen in der Anstalt! Der Bus ist angekommen und die illustren Fahrgäste erwarten jetzt ihr Publikum im Foyer des Alten Theaters, um einen Tag aus ihrem Leben im „Tollhaus Deutschland“ zu leben und zu besingen.

Ort: 19:30 Uhr Altes Theater – Foyer[/lang_de]