Ilias, Berlin

Die Kriege im zerfallenden Jugoslawien haben Europa erschüttert, denn nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges hatte niemand einen weiteren Krieg auf europäischem Boden für möglich gehalten – und auch nicht die damit einher gehenden verheerenden Folgen für Menschen und Region. Heute stehen die Kriegsverbrecher vor Gericht und die neu entstandenen Staaten bemühen sich um Aufnahme in die Europäische Union.

Viele Menschen flohen damals aus ihrer Heimat, einige leben heute in Berlin. Mit Laiendarstellern dieser im Gesamtbild Berlins wenig beachteten und in sich zersplitterte Bevölkerungsgruppe, übergreifend aus allen Nationen und Religionen, und professionellen Schauspielern wird eine Inszenierung von Homers Ilias entstehen, die der basalen Anatomie des Krieges nachspürt.

Die Ilias ist der erste schriftlich fixierte Stoff der europäischen Literatur und gesamteuropäisches Kulturgut. Sie erzählt vom Krieg als einer Abfolge von Einzelentscheidungen mit globalem Ausmaß. Sie erzählt von Paris, der mit einer privaten Begehrlichkeit diesen Krieg auslöst. Sie erzählt von den griechischen Fürsten, die aus freundschaftlicher Verpflichtung in diesen Krieg ziehen, der sie nichts angeht. Sie erzählt von Agamemnon, der ebenfalls aus privater Gier seinen wichtigsten Mann düpiert. Sie erzählt von Achill, der aufgrund dieser Kränkung dem Schlachtfeld fern bleibt, was tausenden Griechen das Leben kostet. Sie erzählt von Hektor, der Tag für Tag in den Kampf zieht, um seine Familie zu schützen. Sie erzählt von Göttern, die sich aufgrund persönlicher Vorlieben für die eine oder andere Seite in die Schlacht werfen. Sie erzählt von persönlichen Interessen und Entscheidungen und von dem Leid, die diese nach sich ziehen – für alle Beteiligten. Das ist der Ausgangspunkt der Inszenierung: die ganz private Motivation, die einen Menschen dazu bringt, zur Waffe zu greifen. Einen Machthaber, einen Krieg auszurufen. Eine Privatperson, auf eigene Faust seinen Nachbarn umzubringen.

Premiere am 25. Februar 2010 im Heimathafen Neukölln.

Ein Projekt in Kooperation mit Südost Europa Kultur e.V. und  neuropolis – culture at work e.V. 
Gefördert von den Gesellschaftern / Aktion Mensch und dem Kulturamt Neukölln.

Dramaturgie: DIRK MORAS
Bühne: KONRAD SCHALLER
Produktionsleitung: parallelwerk

 


Ilias | Laien | Team | Kooperationen | Fotos | Trailer | Presse | Kontakt

Foto: Christian Haase-Wolff

Preview:

04. März 2010, 20h

beim 100°-Festival im HAU 3.

Download: Infomaterial zum Ilias-Projekt als pdf

Premiere:

27. März 2010, 20.30h

im HEIMATHAFEN NEUKÖLLN.

Weitere Spieltermine:
28. März und 1.+2.+3. April 2010, jeweils 20.30h

Als die Kriege im zerfallenden Jugoslawien Europa erschütterten, flohen viele Menschen aus ihrer Heimat, einige leben heute in Berlin. Mit fünf Laiendarstellerinnen aus Bosnien und Herzegowina und zwei Schauspielern untersucht die Inszenierung die Anatomie des Krieges.

Die Ilias erzählt vom Krieg als einer Abfolge von privaten Einzelentscheidungen mit globalem Ausmaß. Der Krieg ist im zehnten Jahr und ein Ende nicht abzusehen. Alle wollen nach Hause – die Flüchtlinge in ihre zerstörten und geplünderten Städte rund um Troja, die Griechen und ihre Verbündeten zu ihren Familien. Doch viele werden ihre Heimat verlieren, ihre Angehörigen oder ihr eigenes Leben.

Das Lager vor Troja wird zum Flüchtlingscamp der 90er Jahre, das Provisorium ist für seine Bewohner längst Normalität geworden, die Ausnahmesituation zum Alltag. Hier werden Strategien gesponnen, Intrigen ausgeheckt, gefeiert und getrauert.

Die Laiendarstellerinnen haben Krieg und Flucht erlebt. Ihre Erfahrungen geben der Ilias eine konkrete Perspektive, während der antike Text Strukturen offen legt, die auch auf dem Balkan Gültigkeit besaßen.

Konzept & Regie: KRZYSZTOF MINKOWSKI, DIRK MORAS
Bühne & Kostüm: KONRAD SCHALLER | Bühnenbildassistenz: ALEKSANDRA PAVLOVIĆ
Produktion: PARALLELWERK | Presse: KATJA KETTNER
Es spielen: BEGZADA ALATOVIĆ, RAZA ALIĆ, SENA ČALUKOVIĆ, VASVIJA GRBO, JONAS LITTAUER, SEKA MUJKIĆ, NIKOLAI PLATH

Eine Veranstaltung von neuropolis – culture at work e.V.
In Kooperation mit südost Europa Kultur e.V. und dem Theaterhaus Berlin Berlin

Das Projekt wird gefördert von:
dieGesellschafter / Aktion Mensch, Kulturamt Neukölln und Senatskanzlei für kulturelle Angelegenheiten Berlin.

ilias_foederer

Medienpartner:
ilias_medienpartner

 

Verbrechen und Strafe, Berlin

„Ich habe eine Laus getötet. Eine nutzlose, ekelhafte, schädliche Laus. Die Macht wird nur dem zuteil, der es wagt, sich zu bücken und sie aufzuheben.“ (F. Dostojewskij)

verbrechenundstrafe

Raskolnikow fällt eine Entscheidung: er mordet, um Gutes zu tun. Das Ensemble der Justizvollzugsanstalt für Frauen in Berlin-Pankow untersucht das klassische Paradigma im Rahmen einer Theaterinszenierung.  Wir sehen durch Raskolnikows Augen Petersburg in der zweiten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts: Armut, Gewalt, Prostitution, Alkoholismus, himmelschreiende Ungerechtigkeit. Der Jurastudent Raskolnikow will nicht länger zusehen, er sieht sich zum Handeln gezwungen. In den Figuren des gesellschaftlichen Panoramas, das Dostojewski entwirft, lassen sich viele Parallelen zur Lebenswirklichkeit der Frauen in der JVA finden. Darum wird die Inszenierung keine historische Aufarbeitung von Weltliteratur darstellen, sondern eine Welt, in der die Frauen versuchen, ihren Weg zu finden und ihre Entscheidungen treffen.

bo_logo

GASTSPIEL IM BALLHAUS OST:

04. Dezember 2009, 19.ooh

Einlass: 30 min vor Vorstellungsbeginn.
Pappelallee 15 | U-Bahnhof Eberswalder Straße
Eintritt: 13€, 8€ ermäßigt | Kartentelefon: 030 47 99 74 74


Es wird gebeten, auf Film- und Fotoaufnahmen während den Vorstellungen aus Rücksicht auf die Persönlichkeitsrechte der Beteiligten zu verzichten. Vielen Dank!

Bühnenfassung nach  FJODOR DOSTOJEWSKI
Ein Projekt in Kooperation mit der JVA für FRAUEN PANKOW und dem KUNST & KNAST e.V.
Konzept und Realisierung:  KRZYSZTOF MINKOWSKI und DIRK MORAS
Ausstattung: KONRAD SCHALLER
Produktionsleitung: PARALLELWERK

Das Projekt wird gefördert von: Aktion Mensch / dieGesellschafter und Kunst & Knast e.V.

verbrechen

Der Besuch der Vorstellung in der JVA am 20., 26, und 27. November ist nur mit Voranmeldung an knasttheater at parallelwerk.de unter Angabe von Name und Adresse möglich. Bei Vorstellungsbesuch ist die Vorlage eines gültigen Personalausweises oder Reisepasses notwendig. Mitgeführte Gegenstände müssen in Schließfächern deponiert werden. Da die JVA Pankow aber nur über eine wenige Schließfächer verfügt, bitten wir aber, auf größere Gegenstände und Mobiltelefone zu verzichten.„Ich habe eine Laus getötet. Eine nutzlose, ekelhafte, schädliche Laus. Die Macht wird nur dem zuteil, der es wagt, sich zu bücken und sie aufzuheben.“ (F. Dostojewskij)

verbrechenundstrafe

Raskolnikow fällt eine Entscheidung: er mordet, um Gutes zu tun. Das Ensemble der Justizvollzugsanstalt für Frauen in Berlin-Pankow untersucht das klassische Paradigma im Rahmen einer Theaterinszenierung.  Wir sehen durch Raskolnikows Augen Petersburg in der zweiten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts: Armut, Gewalt, Prostitution, Alkoholismus, himmelschreiende Ungerechtigkeit. Der Jurastudent Raskolnikow will nicht länger zusehen, er sieht sich zum Handeln gezwungen. In den Figuren des gesellschaftlichen Panoramas, das Dostojewski entwirft, lassen sich viele Parallelen zur Lebenswirklichkeit der Frauen in der JVA finden. Darum wird die Inszenierung keine historische Aufarbeitung von Weltliteratur darstellen, sondern eine Welt, in der die Frauen versuchen, ihren Weg zu finden und ihre Entscheidungen treffen.

Hier ein Interviewmitschnitt Motor FM vom 03.12.2009

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GASTSPIEL IM BALLHAUS OST:

04. Dezember 2009, 19.ooh

Einlass: 30 min vor Vorstellungsbeginn.
Pappelallee 15 | U-Bahnhof Eberswalder Straße
Eintritt: 13€, 8€ ermäßigt | Kartentelefon: 030 47 99 74 74


Es wird gebeten, auf Film- und Fotoaufnahmen während den Vorstellungen aus Rücksicht auf die Persönlichkeitsrechte der Beteiligten zu verzichten. Vielen Dank!

Bühnenfassung nach  FJODOR DOSTOJEWSKI
Ein Projekt in Kooperation mit der JVA für FRAUEN PANKOW und dem KUNST & KNAST e.V.
Konzept und Realisierung:  KRZYSZTOF MINKOWSKI und DIRK MORAS
Ausstattung: KONRAD SCHALLER
Produktionsleitung: PARALLELWERK

Das Projekt wird gefördert von: Aktion Mensch / dieGesellschafter und Kunst & Knast e.V.

verbrechen

Der Besuch der Vorstellung in der JVA am 20., 25., und 27. November ist nur mit Voranmeldung an knasttheater at parallelwerk.de unter Angabe von Name und Adresse möglich. Bei Vorstellungsbesuch ist die Vorlage eines gültigen Personalausweises oder Reisepasses notwendig. Mitgeführte Gegenstände müssen in Schließfächern deponiert werden. Da die JVA Pankow aber nur über eine wenige Schließfächer verfügt, bitten wir aber, auf größere Gegenstände und Mobiltelefone zu verzichten.

Kein Nacheinlaß!

Wir danken der JVAF Berlin für die Ermöglichung und Unterstützung des Projekts. Den Mitarbeitern der JVAF Pankow danken wir für die Hilfe bei der Arbeit mit den inhaftierten Frauen und für ihre Geduld und ihr Verständnis angesichts der erheblichen Belastung, die das Projekt in der täglichen Arbeit verursachte. Kunst und Knast e.V. danken wir für die ideelle, organisatorische und finanzielle Unterstützung; der Aktion Mensch/die Gesellschafter für die finanzielle Förderung; der Mediatec GmbH und dem Orphtheater für die technische Unterstützung.

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1001 deutsche Nacht, Dessau

Eine musikalische Odyssee durch ein Land, eine Zeit, eine Stadt


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Anhaltisches Theater Dessau

Gute Menschen sind sie, denn sie singen, Barbaren sind sie und singen, sie glauben, lieben, singen, sind verdorben bis ins Mark und singen, sind Heuchler, Lügner, schöne Seelen, sind Herren, Knechte, alle singen, sind Denker, Kämpfer, singend, leben, sterben, träumen singend, und ziehen sie ihre Bahnen, beglücken sie die Welt und singen, zerstören sie und singen, oh diese Deutschen, sie singen …

Die Deutschen sind ein eigenartiges Volk. Ob Krieg, ob Frieden, ob Revolution, ob Diktatur des Geldes, ob Diktatur des Proletariats, ob er marschiert der Deutsche, schlendert, rennt, er singt und nimmt ihn sehr ernst, seinen Gesang. Ob aus voller Kehle, ob sehr leise, singend begehrt der Deutsche mehr als er braucht, singend vermisst er, ohne dass ihm etwas fehlt, und er trällert, dass er will, auch wenn er nicht kann. In seinen Liedern ist er, so scheint es, voll und ganz bei sich, alles Hoffen und Wollen erfüllt sich im Gesang viel besser als im Leben. Will man die Deutschen kennen lernen, schlage man ein Liederbuch auf oder gehe in die Oper! Wie viele Revolutionen haben die Deutschen besungen, wie viele vollbracht? Wie viele deutsche Euphorien und Untergänge seit 1871 werden von den schönsten Weisen begleitet. Ob vertontes Gedicht, Volkslied, Gassenhauer, Schlager, in ihren Liedern trifft deutsche Seele auf große Geschichte. Beide scheinen im Gesang auf magische Weise verknüpft, oder kann man heute die „Lilly Marlen“ hören, ohne an eine der finstersten „deutschen Nächte“ zu denken?

Im sechzigsten Jahr der Bundesrepublik scheint es angebracht, die schönen und berüchtigten Gesänge auf sehr lustvolle Weise neu zu Gehör zu bringen. Dafür begibt sich eine singende, musizierende und spielende „Combo“ auf eine Odyssee durch die Geschichte Deutschlands und hinein in klingende Geschichten aus Dessau. Die „Gesänge aus Tausend und Einer deutschen Nacht“ werden dabei nicht allein im „Alten Theater“ zu erleben sein, sondern auch an so überraschenden, wie höchst ungewöhnlichen Orten der Stadt und der Umgebung.

Inszenierung: Krzystof Minkowski
Musikalische Leitung: Benjamin Schultz
Ausstattung: Konrad Schaller
Dramturgie: Holger Kuhla
Mit: Susanne Hessel, Lisa Kudoke, Mario Janisch, Jan Kersjes, Matthieu Svetchine

Premiere I – Unter freien Himmeln – 2. Oktober 2009

Das Ensemble „Gesänge aus Tausend und Einer deutschen Nacht“ startet seine musikalische Odysee in einem Bus! Mit der Premiere I werden unter Dessaus „freien Himmeln“ bekannte, wie außergewöhnliche Orte der Stadt angesteuert und gesungen, was die deutsche Seele hergibt. Live, zum Mitsingen und auch bei schlechtem Wetter!

Orte: 12:00 Uhr Anhaltisches Theater Dessau – Dach des Funkcontainers 13:30 Uhr Rosslau – Anhaltiner Platz 15:00 Uhr Hauptbahnhof – Bahnsteigbereich 16:15 Uhr Bauhaus 17:15 Uhr Museumskreuzung 18:15 Uhr Zerbster Straße – Brunnen 19:00 Uhr Altes Theater – Vorplatz

Premiere II – Foyer Altes Theater – 8. Oktober 2009

Willkommen in der Anstalt! Der Bus ist angekommen und die illustren Fahrgäste erwarten jetzt ihr Publikum im Foyer des Alten Theaters, um einen Tag aus ihrem Leben im „Tollhaus Deutschland“ zu leben und zu besingen.

Ort: 19:30 Uhr Altes Theater – Foyer[/lang_de]Gesänge Presse FotosFilm

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Eine musikalische Odyssee durch ein Land, eine Zeit, eine Stadt

Anhaltisches Theater Dessau

Gute Menschen sind sie, denn sie singen, Barbaren sind sie und singen, sie glauben, lieben, singen, sind verdorben bis ins Mark und singen, sind Heuchler, Lügner, schöne Seelen, sind Herren, Knechte, alle singen, sind Denker, Kämpfer, singend, leben, sterben, träumen singend, und ziehen sie ihre Bahnen, beglücken sie die Welt und singen, zerstören sie und singen, oh diese Deutschen, sie singen …

Die Deutschen sind ein eigenartiges Volk. Ob Krieg, ob Frieden, ob Revolution, ob Diktatur des Geldes, ob Diktatur des Proletariats, ob er marschiert der Deutsche, schlendert, rennt, er singt und nimmt ihn sehr ernst, seinen Gesang. Ob aus voller Kehle, ob sehr leise, singend begehrt der Deutsche mehr als er braucht, singend vermisst er, ohne dass ihm etwas fehlt, und er trällert, dass er will, auch wenn er nicht kann. In seinen Liedern ist er, so scheint es, voll und ganz bei sich, alles Hoffen und Wollen erfüllt sich im Gesang viel besser als im Leben. Will man die Deutschen kennen lernen, schlage man ein Liederbuch auf oder gehe in die Oper! Wie viele Revolutionen haben die Deutschen besungen, wie viele vollbracht? Wie viele deutsche Euphorien und Untergänge seit 1871 werden von den schönsten Weisen begleitet. Ob vertontes Gedicht, Volkslied, Gassenhauer, Schlager, in ihren Liedern trifft deutsche Seele auf große Geschichte. Beide scheinen im Gesang auf magische Weise verknüpft, oder kann man heute die „Lilly Marlen“ hören, ohne an eine der finstersten „deutschen Nächte“ zu denken?

Im sechzigsten Jahr der Bundesrepublik scheint es angebracht, die schönen und berüchtigten Gesänge auf sehr lustvolle Weise neu zu Gehör zu bringen. Dafür begibt sich eine singende, musizierende und spielende „Combo“ auf eine Odyssee durch die Geschichte Deutschlands und hinein in klingende Geschichten aus Dessau. Die „Gesänge aus Tausend und Einer deutschen Nacht“ werden dabei nicht allein im „Alten Theater“ zu erleben sein, sondern auch an so überraschenden, wie höchst ungewöhnlichen Orten der Stadt und der Umgebung.

Inszenierung: Krzystof Minkowski
Musikalische Leitung: Benjamin Schultz
Ausstattung: Konrad Schaller
Dramturgie: Holger Kuhla
Mit: Susanne Hessel, Lisa Kudoke, Mario Janisch, Jan Kersjes, Matthieu Svetchine

Premiere I – Unter freien Himmeln – 2. Oktober 2009

Das Ensemble „Gesänge aus Tausend und Einer deutschen Nacht“ startet seine musikalische Odysee in einem Bus! Mit der Premiere I werden unter Dessaus „freien Himmeln“ bekannte, wie außergewöhnliche Orte der Stadt angesteuert und gesungen, was die deutsche Seele hergibt. Live, zum Mitsingen und auch bei schlechtem Wetter!

Orte: 12:00 Uhr Anhaltisches Theater Dessau – Dach des Funkcontainers 13:30 Uhr Rosslau – Anhaltiner Platz 15:00 Uhr Hauptbahnhof – Bahnsteigbereich 16:15 Uhr Bauhaus 17:15 Uhr Museumskreuzung 18:15 Uhr Zerbster Straße – Brunnen 19:00 Uhr Altes Theater – Vorplatz

Premiere II – Foyer Altes Theater – 8. Oktober 2009

Willkommen in der Anstalt! Der Bus ist angekommen und die illustren Fahrgäste erwarten jetzt ihr Publikum im Foyer des Alten Theaters, um einen Tag aus ihrem Leben im „Tollhaus Deutschland“ zu leben und zu besingen.

Ort: 19:30 Uhr Altes Theater – Foyer[/lang_de]

 

Reiherkönigin, Hamburg

ReiherköniginFotos Presse

Die Reiherkönigin. Ein Rap.
Bühnenfassung nach dem Roman von Dorota Masłowska
Aus dem Polnischen von Olaf Kühl

Diplominszenierung. Koproduktion mit der HfS „Ernst Busch“ und dem Maxim Gorki Theater Berlin. Premiere März 2008.

Stans Karriere als Popstar scheint beendet. Seine Freundin hat ihn verlassen und sein Manager will nichts mehr von ihm wissen. Wie ein Verlorener treibt er durch die Großstadtnacht. Im rasenden Rhythmus sucht MC Dorota die extreme Auseinandersetzung mit unserer Medien- und Konsumwelt.

Am 17. Juli zu Gast beim Kaltstart Festival in Hamburg

Stanislaw Retro – Christian Ehrich
Anna Przesik -  Elzemarieke de Vos
Katarzyna Lepp – Carolin Karnuth
Mac Robert – Nikolai Plath
Szymon Rybaczko – Jonas Littauer
Patricia Pitz – Paulina Neukampf
Adam Grocinski – Nikolai Plath
Malgorzata Mosznal – Paulina Neukampf
Karol Korzen – Jonas Littauer
Strassenmusiker – Bijan Azadian
Bühne – Konrad Schaller
Kostüme – Maria Ricci
Musik – Bijan Azadian
Dramaturgie – Andrea Koschwitz
Polnische Dramaturgie – Paulina Neukampf
Tourmanagement: parallelwerk

 

Drei Schwester, Jelenia Góra

 

Premiere: 13. März 2009, Teatre Nowida, Jelenia Góra

„Zbliża się czas, nadciąga coś wielkiego, zanosi się na ogromną, wspaniałą burzę, która już idzie, jest blisko i wkrótce wymiecie z naszego społeczeństwa lenistwo, obojętność, niechęć do pracy, zgniłą nudę.” (Tuzenbach w Trzech Siostrach)

Słynny dramat Czechowa, napisany ponad wiek temu (w 1901r.) i wystawiany niezliczoną ilość razy na całym świecie po czterdziestu latach wraca do Jeleniej Góry! (Poprzednia premiera „Trzech sióstr” w jeleniogórskim Teatrze odbyła się w 1967r.)

Osierocone rodzeństwo Prozorowów (Andrzej, Olga, Masza i Irina) i zamknięty krąg ich wieloletnich znajomych mieszkają na prowincji, gdzie  „młodość i siły gasną, rosną i krzepną tylko marzenia”. Inercja pochłania desperackie próby wydobycia się z prowincjonalnej pustki. Codzienne ustępstwa składają się na wielką kapitulację.

Wszyscy za wszelką cenę trzymają się pozorów rzeczywistego życia. Na jakie kompromisy będą w stanie pójść, żeby tylko nadal nie zauważać, że stoją nad przepaścią? Żeby wciąż móc oszukiwać się, że życie na prowincji, z której pociągiem jest wszędzie daleko, to tylko krótki epizod przed wymarzonym wyjazdem do wielkiego miasta?

Ale czy Moskwa, do której tęsknią w ogóle istnieje? A co, jeśli świat kończy się na rogatkach naszego małego miasteczka…

Czy rodzina poradzi sobie z coraz silniejszym naporem rzeczywistości i czy ktokolwiek zdobędzie się na odwagę, żeby cokolwiek zmienić?

przekład Natalia Gałczyńska
reżyseria Krzysztof Minkowski
dramaturgia Wojtek Zrałek-Kossakowski
scenografia, kostiumy Konrad Schaller
muzyka Jan Suświłło
obsada:  
ANDRZEJ PROZOROW Robert Dudzik
NATASZA Monika Dawidziuk (gościnnie)
OLGA Magdalena Kuźniewska
MASZA Rozalia Mierzicka
IRINA Anna Ludwicka
FIODOR KUŁYGIN Jarosław Dziedzic
ALEKSANDER WIERSZYNIN Bogusław Siwko
MIKOŁAJ TUZENBACH Robert Mania
WASILIJ SOLONY Marcin Pempuś
IWAN CZEBUTYKIN Kazimierz Krzaczkowski
ANFISA Krystyna Dmochowska

 

we are camera, Jelenia Góra

camera PresseFotosFilm

we are camera / jasonmaterial von Fritz Kater

Polnische Uraufführung

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Fritz Katers Stück WE ARE CAMERA/JASONMATERIAL kommt wie ein Agententhriller daher und ist doch sehr viel mehr: Ehetragödie, Pubertätsdrama und Erinnerungsspiel. Ein Deutschlandbild als Familienpuzzle. Der Großteil der fragmentarischen Handlung trägt sich Silvester 1969 in einem Hotel in Helsinki zu. Dazwischen: Zeitsprünge, Schnappschüsse, szenische Polaroids. März 1975, Dezember 1981, Herbst 1992. Momentaufnahmen wie aus einem Familienalbum. (…) ‚so dich beim filmen filmen/eine camera die dich selbst verstehen lernen will/auf der suche nach den dingen die du bist’ – das ist das Motto, nach dem Fritz Kater in diesem Stück verfährt. Es ist ein Umkreisen von Existenz, ein Switchen und Zappen durch die Dinge des Lebens, eine postdramatische Gratwanderung zwischen Reality-Soap, Mythos und Melodram. Wie alle Kater-Stücke ist auch dieses in einer lakonisch knappen, rhythmisch schnellen Sprache geschrieben, es enthält epische und poetische Passagen, Brüche und Lücken, die Raum lassen für Fragen – und für den Nachhall von Welt. (Christine Dössel in: Programm der Mülheimer Theatertage 2004)

Premiere am 05. Juni 2008 im Teatr Jeleniogiórski (Jelenia Góra, Polen)

Regie + Übersetzung: Krzysztof Minkowski
Bühnenbild: Konrad Schaller, Justyna Łagowska
Musik: Tomasz Gadzina

Darsteller:
Paula- Iwona Lach
Sonja- Anna Ludwicka
John – Robert Mania
Ernst – Bogusław Siwko
Mirco – Marcin Pempuś