Hoffnung

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von Stijn Devillé

Rund 50 Patente pro Jahr. Diese stattliche Anzahl an Innovationen wird dem IMEC im flämischen Leuven zugeschrieben, einer Hightech-Instituts-Ausgründung der ältesten Universität des Benelux-Raumes. Hier wird ganz konkret an der Zukunft unserer Welt gearbeitet. In der gleichen Stadt arbeitet auch der Autor, Regisseur und Theaterleiter Stijn Devillé seit einigen Jahren an der Zukunft der Menschheit. Er setzt, wie die Forscher der traditionsreichen Universitätsstadt, auf die menschliche Fähigkeit, aus Fehlern zu lernen und groß zu denken. Devillé schuf die monumentale Theater-Trilogie »Habgier, Angst & Hoffnung«. Sie beleuchtet eine besondere Dekade, nämlich die Zeit seit der großen Finanzkrise 2008. Mit dem dritten Teil »Hoffnung« sind wir im Europa der Gegenwart angekommen. Bis dahin zeigen uns die Figuren in Devillés preisgekröntem Stück so manchen Weg aus scheinbar hoffnungsloser Lage. Es geht nicht nur um Aufarbeitung oder Anklage, sondern auch um ganz konkrete Zukunftsvisionen. Devillé macht Druck und Mut. Auf seiner Bühne treffen Strategen aus multinationalen Energiekonzernen auf Finanz-Versteher und Verkehrs-Entknoter. Anklagen ja, weiterdenken – bitte ebenso gern. Dieses Stück hätte gute Chancen beim Patentamt.

Premiere am 7. September 2019 am Saarländischen Staatstheater.